Maria Hussmann (Deutschland)
Regie, Schauspiel
Die Sopranistin Maria Husmann wurde bereits mit 22 Jahren Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper, später wechselte sie an das Staatstheater Stuttgart sowie an das Nationaltheater München.
Besonders geschätzt wird sie als Interpretin moderner und zeitgenössischer Musik, sowohl auf der Opernbühne (Lulu an der Semperoper Dresden, Marie in Zimmermanns Die Soldaten in Hannover, Jenny in Weills Mahagonny an der Deutschen Oper Berlin, Lucille in Dantons Tod von Gottfried von Einem am Nationaltheater München) wie auf den internationalen Konzertpodien.
Eine intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit Hans Werner Henze, Aribert Reimann und Györgi Kurtàg, dessen Vier Capriccios op. 9 sie auch an der Mailänder Scala aufführte.
Sie hat mit den bedeutendsten Regisseuren zusammengearbeitet, u.a. mit Peter Zadek, Kurt Horres, Dieter Dorn, Günter Krämer, Achim Freyer und Giancarlo del Monaco.
Von 1992–1998 trat Maria Husmann regelmäßig als Schauspielerin und Chansonette am Berliner Ensemble auf und gastierte mit ihren Soloabenden an allen großen deutschen Schauspielhäusern. Mit dem Regisseur Peter Palitzsch gab sie gemeinsam Workshops für Szenische Arbeit mit Schauspielern und Sängern. Seit vielen Jahren gibt Maria Husmann international szenischen Unterricht, u.a. in Marseille und zusammen mit David Moss am Institute for Living Voice, sowie Kurse zur Interpretation von Brecht-Songs und neuer Vokalmusik bei den Hamburger Klangwerktagen.